FKK Camping: Die Freikörperkultur auf deutschen Campingplätzen

Camping hautnah! Wie funktioniert die Freikörperkultur und was musst Du auf dem Campingplatz beachten? Welche Regeln gibt es? Und wo liegen die Ursprünge dieser besonderen Kultur? Diese und weitere Fragen, stellen sich Menschen, die das erste Mal mit dem Thema in Berührung kommen. Oder bist Du vielleicht schon länger daran interessiert den kommenden Urlaub nackt zu verbringen? In dem heutigen Blogbeitrag berichten wir über die Anfänge des FKK-Campings und nennen wichtige Tipps für einen gelungenen Urlaub ohne Badehose und Bikini!

Der Startschuss zur FKK-Bewegung

FKK steht für die deutsche Abkürzung der Freikörperkultur. International sind Begriffe wie Naturismus und Nudismus weit verbreitet. Der Ursprung der Bewegung liegt sicherlich bei uns in Deutschland. Der Naturismus hat eine lange Tradition und eine spannende Geschichte, dabei geht es niemals um Sexualität, sondern vielmehr um eine freie Körperkultur. Selbstachtung und gegenseitiger Respekt stehen im Vordergrund aber auch eine bewusstere Lebenseinstellung und die Förderung eines besseren Verständnisses für bedeutende Ziele der Menschheit wie Toleranz, Mitmenschlichkeit, gegenseitige Rücksichtnahme und unsere Natur. Heute suchen viele FKK-Interessierte allerdings den Kick und möchten auch im Urlaub neue Erfahrungen machen. Wie fühlt sich Nacktheit an? Das Verständnis ist bei vielen Menschen verloren gegangen.

Anfang des 20. Jahrhunderts entstand der Trend zum Nacktsein als Gegenbewegung zum bürgerlichen Lebenskonzept in Deutschland. Viele Menschen sehnten sich nach freier Zeit in der Natur und verbanden es mit dem Nacktsein. Vielleicht liegt auch gerade in dieser besonderen Erfahrung der hohe Reiz den Naturisten verspüren. Übrigens entstand der erste Club, in dem sich Menschen nackt trafen, bereits 1898 in Essen. Eine besondere Rolle spielte jeher der Sport. Um 1900 gingen immer mehr Menschen Nacktbaden. Die Bewegung breitete sich im Laufe der Zeit über Frankreich und Großbritannien bis nach Australien aus. 1933, es war die Zeit der NS-Herrschaft, wurde öffentliches Nacktsein in Deutschland bekämpft und das Nacktbaden verboten. Bürger der DDR ließen die FKK-Bewegung in den 70er Jahren wieder aufleben – teilweise auch aus politischem Protest heraus. Beim Camping an der Ostsee war das Nacktbaden weit verbreitet. Die Westdeutschen begegnetem dem FKK-Camping weniger aufgeschlossen als Ostdeutsche. FKK-Vereine und große Ferienanlagen boten ihren Mitgliedern neben sportlichen Aktivitäten auch die Möglichkeit fürs FKK-Camping. FKK-Camps wurden bald darauf auch in anderen Ländern wie Ungarn oder Kroatien eröffnet. Waren die Länder doch beliebte Urlaubsziele der DDR-Bürger zur damaligen Zeit.

Heute gibt es weltweit circa 30 FKK-Vereine, darunter 24 alleine in der EU. In Deutschland leben in etwa 35.000 FKKler, deren gemeinsames Bestreben die Freude am nackten Erlebnis in der Natur ist. Selbst FKK-Kreuzfahrten oder Festivals lösen bei Menschen keine Empörung mehr aus. So ist es nicht verwunderlich, dass es unzählige Campingplätze gibt, auf denen ein hüllenloser Urlaub möglich ist.

FKK-Camping? Was ist das nun wieder?

Den Urlaub nackt zu verbringen, ist gar nicht mal so kompliziert, wie sich viele Menschen vielleicht denken. Hat man die erste Scheu überwunden, kann es durchaus erholsam sein, seinen Urlaub nackt zu verbringen. Natürlich ist ein Vorteil auch, dass das Packen zu Hause schneller abläuft. Spart man sich doch die oft nervige Auswahl von Kleidungsstücken, die unbedingt in den Koffer wandern und am Ende eben doch wieder überflüssig waren. Und mal ehrlich: Wo sonst kannst Du nackt durch den Supermarkt laufen und bezahlst nackt an der Kasse dein Glas Senf? Das kannst Du eben nur beim Camping auf einem FKK-Platz. Deshalb lassen nicht selten, erfahrene Nackt-Camper direkt nach dem Einparken, alle Hüllen fallen und genießen die Freiheit des Naturismus. Komplizierter wird es als FKKler vielleicht nur in Momenten, in denen die Hosentasche zum Einstecken des Geldbeutels fehlt oder die Haut vor Sonnenbrand nur so glüht und brennt, weil man vergessen hat sich an Stellen einzucremen, an denen sonst keine Sonne hinkommt. Informiere Dich vor Ort über die jeweiligen Regelungen, die es zu beachten gilt!

Muss ich eigentlich immer nackt sein?

Natürlich ist es auf einem FKK-Campingplatz grundsätzlich der Wunsch des Betreibers, dass die Klamotten für die Zeit des Aufenthalts im Koffer bleiben, sonst würde der eigentliche Sinn irgendwann verloren gehen. Allerdings sehen das manche Campingplätze lockerer als andere. Doch kommt es letztendlich auch auf die Jahreszeit und die Temperaturen vor Ort an. FKK im Winter? Sicherlich kein Spaß. Auch solltest Du beachten, dass nur halbentkleidete Campingurlauber unweigerlich ein gewisses Scharmgefühle bei anderen FKKlern auslösen können. Also ganz oder gar nicht! Es gibt ja schließlich auch viele schöne herkömmliche Campingplätze. Du kannst zum Einstieg auch ohne weiteres zunächst deine freien Tage auf einem Platz mit angrenzendem FKK-Badebereich verbringen, um deine Scheu vor dem Unbekannten zu überwinden. Sollte es dann doch nichts für dich sein, spricht nichts dagegen, wieder in dein Kleid zu schlüpfen.

FKK-Camping mit der ganzen Familie?

Für Familien mit kleinen Kindern sind FKK-Campingplätze ein beliebtes Reiseziel. Sie sind sehr familienfreundlich gestaltet und bieten allerlei Freizeiterlebnisse. Familien zählen häufig zu beliebten Stammgästen und buchen die Parzellen jedes Jahr erneut. Eltern, die das erste Mal einen FKK-Urlaub planen, sollten Ihre Kinder vorab ausführlich über die besondere Art des Reisens aufklären und herausfinden, ob die Kinder überhaupt nackt sein möchten. Gerade für Jugendliche kann die Erfahrung Probleme bereiten und unangenehme Gefühle auslösen. Falls sich Jungcamper nackt unwohl fühlen und Ängste haben, sollte das Urlaubsziel überdacht werden, denn die Ferien sollen schließlich für die ganze Familie ein schönes Erlebnis bleiben. Weitere Informationen zum Thema findest Du online auf der Webseite des Bundes junger Naturisten e.V.!

Wo finde ich geeignete Campingplätze für einen entspannten FKK-Urlaub?

Heutzutage gibt es weitaus mehr Möglichkeiten seinen Urlaub als Camper nackt zu verbringen. Weltweit findest Du Strände mit ausgeschilderten FKK-Badezonen. Allerdings ist es für Anhänger der Bewegung wichtig auf die Bestimmungen des Landes Rücksicht zu nehmen. Soziale Medien oder Blogbeiträge auf der Webseite von verschiedenen FKK-Vereinen informieren ihre Mitglieder in der Regel ausführlich über beliebte FKK-Campingplätze. Gerade das Campen in Deutschland, Frankreich und Kroatien bietet sich für einen gelungen Nackturlaub an. Es gibt unzählige Möglichkeiten! Übrigens befindet sich eines der größten FKK-Feriencamps Europas in Frankreich. Hier treffen sich alljährlich tausende Menschen aus der ganzen Welt. Übrigens auch der Familienhund darf sein Fell zeigen. Die meisten FKK-Plätze ermöglichen die Anreise mit Hund. Solltest du unsicher sein, erhältst Du telefonisch jederzeit eine kompetente Auskunft.

Unser Fazit zur Nacktheit im Urlaub

Wenn Du der Freikörperkultur verfallen bist und deinen Urlaub gerne unter gleichgesinnten verbringst, könnte für Dich das FKK-Camping die passende Wahl sein. Heutzutage gibt es unzählige Angebote für hüllenlose Urlaubstage. Der Sommer bietet sich für einen FKK-Urlaub natürlich am besten an. Solltest Du nach dem Lesen dieses Artikels neugierig auf einen FKK-Urlaub sein, informiere dich ausführlicher über Orte und Begebenheiten. In vielen Ratgebern und sozialen Medien findest du nützliche Hintergrundinformationen und Tipps für eine vollkommen neue Urlaubserfahrung.

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